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Wie Führung echtes Followership erzeugt

von | 22.01.26 | Blogbeiträge

Führungskraft follower

Wie Führung echtes Followership erzeugt

In Führungs-Workshops arbeite ich gern mit einer einfachen, aber wirkungsvollen Frage: Wann sind Menschen im Job wirklich bereit, anderen zu folgen?

Nicht aus Pflichtgefühl. Nicht wegen der Hierarchie. Sondern aus innerer Überzeugung.

Sich daran zu erinnern, wie wir selbst geführt wurden – mit positiver wie negativer Wirkung – eröffnet einen wertvollen Reflexionsraum. Denn genau dort entsteht Klarheit darüber, welche Art von Führung wir selbst verkörpern wollen.

Followership beginnt mit einem Perspektivwechsel

In der gemeinsamen Arbeit mit Führungskräften lade ich Teilnehmende zunächst ein, die Perspektive zu wechseln: vom Führen zum Geführt-Werden.

Was habe ich erlebt, das Vertrauen und Anziehungskraft geschaffen hat? Wer oder was hat mich demotiviert, klein gemacht oder innerlich kündigen lassen? Und was hätte ich mir damals von meiner Führungskraft gewünscht?

Aus diesen Reflexionen entstehen Wunschlisten – oft festgehalten auf Post-its, manchmal schmerzhaft ehrlich und immer aufschlussreich.

 

Spannende und provokative Frage dazu: Wie könnten Sie Ihre Mitarbeitenden maximal vergraulen?

Eine meiner weiteren Lieblingsfragen lautet bewusst überspitzt:Followership

„Wie müssten Sie sich als Führungskraft verhalten, um Ihre Mitarbeitenden maximal zu frustrieren und zu vergraulen?“

Die Antworten kommen schnell und sind erstaunlich konsistent:

  • Nicht zuhören

  • Entscheidungen erklären, aber nicht begründen

  • Kritik persönlich nehmen

  • Kontrolle statt Vertrauen leben (Micromanagement)

  • Erwartungen nicht klar machen

  • Anerkennung vergessen

  • Unrealistische Ziele setzen und Mitarbeiter damit allein lassen

  • Fehler sanktionieren statt daraus zu lernen

Was hier sichtbar wird: Menschen wenden sich nicht gegen Führung an sich – sondern gegen Beziehungsabbrüche in der Führung.

 

 

Hier die entscheidende Gegenfrage

Wie schaffen Sie es, dass Menschen Ihnen vertrauen und Ihnen folgen wollen?

Die Wunschlisten der Mitarbeitenden zeichnen ein klares Bild von Followership:

  • Führungskräfte, die Haltung zeigen, auch wenn es unbequem wird

  • Klarheit in Entscheidungen und Kommunikation

  • Echtes Interesse am Menschen hinter der Rolle

  • Verlässlichkeit – besonders in unsicheren Zeiten

  • Räume, in denen Fragen, Zweifel und Fehler erlaubt sind

  • Beteiligung statt reiner Ansage

  • Sinn und Orientierung statt reiner Zielvorgaben

Echtes Followership entsteht dort, wo Menschen sich gesehen, gehört und ernst genommen fühlen.

 

Wofür sorgen Sie als Führungskraft?

Die entscheidende Frage lautet daher nicht: „Wie motiviere ich mein Team?“

Sondern: „Wofür sorge ich als Führungskraft – jeden Tag?“

Sorge ich für Sicherheit oder für Anpassung? Klarheit oder Verwirrung? Vertrauen oder Kontrolle? Entwicklung oder Stillstand?

Menschen folgen keiner Position. Sie folgen einer Haltung.

 

Führung als Beziehungsgeschehen

Führung ist kein Titel und kein Toolset – sie ist ein Beziehungsgeschehen und eine kreative Leistung.

Und genau deshalb beginnt wirksame Führung bei der Selbstreflexion: bei der Auseinandersetzung mit dem eigenen Selbstbild, den eigenen Mustern und den eigenen Wirkungen.

Wenn Sie Lust haben, diesen Fragen Raum zu geben – für sich selbst oder gemeinsam mit Ihrem Führungsteam –, begleite ich Sie gern dabei.

👉 Lassen Sie uns ins Gespräch kommen

 

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